Die Eingewöhnung in die Kita

Zu Hause, da gefällt es mir, da fühle ich mich gut. Mit Papa und mit Mama, da hab ich ganz viel Mut. Gemeinsam tun wir so manches, wir basteln, spielen, singen. Mit Ihnen, ja da weiß ich auch, es wird mir schon gelingen. Und haben sie mal keine Zeit, bin ich nicht gern allein, ich wünsch mir viele Freunde, ach das wäre fein. Im Kindergarten ist es schön, hier kann man ganz toll spielen. Da macht alles richtig Spaß, wir sind ja auch zu vielen.
unbekannt

Kindertagesstättenbeginn - mit der Trennung fertig werden

Für viele Kinder hat nach den Ferien die große Stunde geschlagen: Sie kommen in den Kindergarten. Ein Ereignis für die ganze Familie und für das Kind ein neuer Lebensabschnitt, der von jedem Kind und jedem Elternteil auf eine andere Weise erlebt und verkraftet wird. Jedes Kind muss sich zunächst mehrere Wochen in die neue Umgebung und an die Kinder, sowie dem pädagogischen Personal gewöhnen. Selbst die beste Vorbereitung bietet keine Garantie, dass die Kinder die Umstellung vom Leben in der Familie auf das Leben in der Gruppe problemlos wegstecken.

Wie reagieren Kinder auf die Trennung?

Manche Kinder sind nach Ihrem Kindergartenbesuch völlig erschöpft, so dass sie nicht einmal mehr erzählen mögen, ob es ihnen gefallen hat und was sie gemacht haben. Andere erzählen begeistert, was sie an diesem Tag erlebt haben.
Sehr häufig ist anfangs auch das sogenannte "Rockzipfelsyndrom" zu beobachten. D.h. das Kind klammert sich an die Mama/den Papa, weint und will sich einfach nicht von ihr/ihm trennen. Eine Verhaltensweise, die man von Kleinkindern kennt und die einige Kinder eigentlich bereits hinter sich haben. Diesen Rückfall kann man überwinden helfen, indem man dem Kind irgendein bekanntes Stück von zu Hause mitgibt z.B. ein Kuscheltier, das dem Kind Sicherheit gibt.

Ein anderes Kind ist anfangs wie selbstverständlich dageblieben. Nach einiger Zeit bringt es die Gruppe durcheinander, hört nicht auf die Erzieherin und stört. Auch hier ist die Ursache die Angst vor der Trennung von der Mutter/dem Vater und es bedarf sehr viel Empathie und Verständnis von seiten des pädagogischen Personals aber auch der Eltern, dieses Verhalten in richtige Bahnen zu lenken.

Wie können Eltern reagieren?

Ganz wichtig für einen guten Start ist, dass die Eltern zur Erzieherin Kontakt halten z.B. durch kurze Gespräche zwischen Tür und Angel. Evtl. auftauchende Fragen können dabei geklärt werden und es entsteht auch für das Kind das Gefühl der freundschaftlich-vertrauten Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindergartenmitarbeitern.

Für das Kind beginnt ein neuer Abschnitt, in einer neuen Umgebung, mit noch unbekannten Kindern und noch unbekannten Erwachsenen. Hier ist zu sagen, dass das Zurechtfinden in einem neuen Bereich Zeit benötigt. Das pädagogische Personal gibt Ihnen Rückmeldung über den Eingewöhnungsverlauf und je nach Verlauf Vorschläge (z.B. bezüglich der Buchungszeiten). Somit sind Sie immer informiert und können so gut wie möglich beruhigt zur Arbeit/nach Hause gehen.
Bleibt noch zu sagen, dass die Trennungsangst in der Regel am schnellsten vorübergeht, wenn sich die Mutter beim Bringen freundlich, aber möglichst bald verabschiedet. Dies ist besonders wichtig, da das Verabschieden (ebenso wie das Bringen) ein Ritual ist. Die Verabschiedung soll immer gleich und kurz gehalten werden.
Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte wird die soziale Schwellenangst, die der Eintritt in den Kindergarten bedeutet, von dem Kind entsprechend schnell verarbeitet und dadurch auch keine weiteren Auswirkungen mehr haben. Kleinere Probleme werden mit der Zeit wie von selbst verschwunden sein.