Zu Hause, da gefällt es mir,
da fühle ich
mich gut.
Mit Papa und mit Mama,
da hab ich ganz viel Mut.
Gemeinsam tuen wir so manches,
wir basteln,
spielen, singen.
Mit Ihnen, ja da weiß ich auch,
es wird mir schon
gelingen.
Und haben sie mal keine Zeit,
bin ich nicht
gern allein,
ich wünsch mir viele Freunde,
ach das wäre fein.
Im Kindergarten ist es schön,
hier kann man
ganz toll spielen.
Da macht alles richtig Spaß,
wir sind ja auch zu
vielen
Kindergartenbeginn - mit der Trennung fertig werden
Für viele Kinder hat nach den Ferien die große
Stunde geschlagen: Sie sind in den Kindergarten gekommen. Ein Ereignis für die
ganze Familie und für das Kind ein neuer Lebensabschnitt, der von jedem Kind und
jedem Elternteil auf eine andere Weise erlebt und verkraftet. Fast jedes Kind
leidet zunächst einmal unter der nun notwendigen längeren Trennung von der
Mutter. Selbst die beste Vorbereitung bietet keine Garantie, dass die 3- und
4-jährigen die Umstellung vom Leben in der Familie auf das Leben in der Gruppe
problemlos wegstecken.
Wie reagieren Kinder auf die Trennung?
Manche Kinder sind nach Ihrem Kindergartenbesuch völlig erschöpft,
so dass sie nicht einmal mehr erzählen mögen, ob es ihnen gefallen hat und was
sie gemacht haben. Andere sind aggressiv wie noch nie, schreien wild herum und
schlagen bei dem geringsten Anlass um sich.
Sehr häufig ist anfangs auch das
sogenannte "Rockzipfelsyndrom" zu beobachten. D.h. das Kind klammert sich an die
Mutter, weint und will sich einfach nicht von ihr trennen. Eine Verhaltensweise,
die man von Kleinkindern kennt und die 3-4 Jährige eigentlich bereits hinter
sich haben. Diesen Rückfall in den Kleinkindstatus kann man überwinden helfen,
indem man dem Kind irgendein bekanntes Stück von zu Hause mitgibt z.B. einen
Schal von der Mutter oder irgendeine andere Kleinigkeit, die dem Kind Sicherheit
gibt.
Ein anderes Kind ist anfangs wie selbstverständlich dageblieben.
Nach einiger Zeit bringt es die Gruppe durcheinander, hört nicht auf die
Erzieherin und stört. Auch hier ist die Ursache die Angst vor der Trennung von
der Mutter und es bedarf einer großen Portion Einfühlungsvermögen und
Verständnis von seiten der Erzieherin aber auch der Eltern, dieses Verhalten in
richtige Bahnen zu lenken.
Wie können Eltern reagieren?
Ganz wichtig für einen guten Start ist, dass die Eltern zur Erzieherin
Kontakt halten z.B. durch kurze Gespräche zwischen Tür und Angel. Evtl.
auftauchende Fragen können dabei geklärt werden und es entsteht auch für
das Kind das Gefühl der freundschaftlich-vertrauten Zusammenarbeit zwischen
Eltern und Kindergartenmitarbeitern.
Gelegentlich kann es auch zu
Bauchschmerzen, Angstträumen oder Schlafstörungen bei Neulingen kommen. Diese
sind Signale, denen dringend auf den Grund gegangen werden muss und wobei man
sich u.U. überlegen sollte, ob man den Kindergartenbeginn noch ein wenig
vertagt.
Oft lassen sich die Startschwierigkeiten auch durch einen
gleitenden Übergang bewältigen. Dabei kommt das Kind anfangs nur kurze Zeit aber
regelmäßig in den Kindergarten und die Verweildauer wird langsam gesteigert, je
nachdem wie schnell das Kind eine längere Anwesenheit im Kindergarten verkraften
kann.
Bleibt noch zu sagen, dass die Trennungsangst in der Regel am
schnellsten vorübergeht, wenn sich die Mutter beim Bringen freundlich, aber
möglichst bald verabschiedet.
Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte
wird die soziale Schwellenangst, die der Eintritt in den Kindergarten bedeutet,
von dem Kind entsprechend schnell verarbeitet und dadurch auch keine weiteren
Auswirkungen mehr haben. Kleinere Probleme werden mit der Zeit wie von selbst
verschwunden sein.